Gegenstandskatalog zur Abschlussprüfung für die Anerkennung als Klinischer Chemiker/Klinische Chemikerin

(Der Gegenstandskatalog tritt am 4. Mai 2015 in Kraft )


Inhaltsverzeichnis:

1. Allgemeine Klinische Chemie 2. Spezielle Klinische Chemie
1.1 Grundlagen der Klinischen Chemie
1.2 Indikation zur klinisch-chemischen Untersuchung
1.3 Präanalytische Phase
1.4 Klinisch-chemische Analytik
1.5 Der klinisch-chemische Befund
1.6 Beratende und konsiliarische Tätigkeiten
1.7 Labororganisation

 

2.1 Krankeiten des Metabolismus der Kohlenhydrate und der glykierten Proteine
2.2 Erkrankungen des Lipid- und Lipoproteinstoffwechsels
2.3 Genetische Abberationen und Erkrankungen des Nukleinsäure- und Purinstoffwechsels
2.4 Erkrankungen des Aminosäurestoffwechsels und der Proteine
2.5 Störungen der Enzymsynthese und der Enzymverteilung
2.6 Erkrankungen des Porphyrin- und Bilirubinstoffwechsels
2.7 Erkrankungen des Wasser- und Elektrolytstoffwechsels
2.8

Erkrankungen des Säuren-Basenhaushaltes

2.9 Erkrankungen des Endokrinen Systems
2.10 Erkrankungen durch Störung der Biosynthese und Sekretion von biogenen Aminen
2.11 Erkrankungen der Abwehr (Immunsystem, Entzündungen)
2.12 Neoplastische Erkrankungen
2.13 Erkrankungen des Verdauungstraktes
2.14 Erkrankungen des exokrinen Pankreas
2.15 Erkrankungen der Leber
2.16 Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnorgane
2.17 Erkrankungen der Reproduktionsorgane
2.18 Erkrankungen der Stütz- und Bewegungsorgane
2.19 Erkrankungen von Herz und Kreislauf
2.20 Erkrankungen des Blutes
2.21 Erkrankungen des Zentralnervensystems
2.22 Intensivbehandlung
2.23 Drug Monitoring
2.24 Vergiftungen

 

A. Grundlegende Kenntnisse

 

A.1 Chemie
  • Kenntnis homogener und heterogener Systeme.
  • Kenntnis von Verteilung und Absorption unter besonderer Berücksichtigung von Trennverfahren.
  • Kenntnis atomarer und molekularer Strukturprinzipien einschließlich stöchiometrischer und Isotopen-chemischer Aspekte.
  • Kenntnis thermodynamischer Gesetze einschließlich ihrer Anwendung in Analytik und in biologischen Systemen.
  • Kenntnis reaktionskinetischer Gesetze einschließlich katalytischer Reaktionen und des radioaktiven Zerfalls.

 

A.2
  1. Biochemie und Medizin
  • Struktur und Funktion von Zellen
  • Metabolismus und Metabolite
  • Art und Funktion von Enzymen
  • Endokrine, parakrine und autokrine Regelkreise
  • Signaltransduktion
  • Proliferation, Apoptose und Zellnekrose
  • Organisation des Körpers auf chemischer, zellulärer und Gewebeebene
  • Kenntnis der Anatomie des Körpers hinsichtlich des Integuments, der skeletalen, nervalen,  kardiovaskulären (einschließlich Blut, Blutgefäße und Lymphsystem), respiratorischen, renalen (einschließlich der ableitenden Harnwege), gastrointestinalen und endokrinen Systeme
  • Kenntnis der embryonalen Entwicklung von der Konzeption bis zur Geburt
  • Grundkenntnisse der Vererbung, der DNS und der Humangenetik
  • Grundkenntnisse der Infektiologie einschließlich der Bakterien, der Viren und der Virusreplikation

 

A.3
  1. Statistik
  • Mittelwert und Variabilität
  • Häufigkeitsverteilung und Vertrauensbereiche
  • Hypothesenprüfung und Beurteilung von Messreihen, Korrelation und Regression
1.1.4
Molekular- und Zellbiologie: Struktur von DNA und RNA; Prinzip der Herstellung von cDNA-Banken; Genklonierung und Genexpression; PCR
1.1.5
Medizin: Grundkenntnisse von Aufbau, Entwicklung und Funktion des menschlichen Organismus. Gesetzmäßigkeiten der Verteilung von Substanzen im Organismus. Krankheitslehre und klinisch-chemische Meßgrößen
1.1.6
Statistik, Biometrie und medizinische Informatik

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1.2 Indikation zur klinisch-chemischen Untersuchung

1.2.1
In der Krankheitsfrüherkennung, Epidemiologie und Risikovorsorge
1.2.2
In der krankheitsbezogenen Diagnostik
1.2.3
In der organbezogenen Diagnostik
1.2.4
In der Verlaufsbeobachtung und der Therapieüberwachung
1.2.5
In der Überwachung von Vitalfunktionen (Notfalluntersuchungsprogramm, Intensivmedizin)
1.2.6
Auf dem Gebiet des Drug Monitoring
1.2.7
Indikation für weiterführende spezielle Untersuchungen einschließlich der Funktionsprüfungen

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1.3 Präanalytische Phase

1.3.1
Einfluß- und Störgrößen
1.3.2
Probennahme, Transport, Vorbereitung und Aufbewahrung von Untersuchungsgut
1.3.3
Laborinterne Sicherung der Identität des Untersuchungsgutes und der Zuordnung von Analysenauftrag und Befund zum Patienten

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1.4 Klinisch-chemische Analytik

1.4.1
Analysenverfahren
 
1.4.1.1
Trennverfahren einschließlich Chromatographie (GC, HPLC, TLC) und Elektrophorese
 
1.4.1.2
Titrimetrie
 
1.4.1.3
Photometrische Methoden
 
1.4.1.4
Turbidimetrie, Nephelometrie, partikelverstärkte visuelle und photometrische Tests
 
1.4.1.5
Massenspektrometrie
 
1.4.1.6
Potentiometrie und andere elektrochemische Verfahren (Coulometrie, Amperometrie)
 
1.4.1.7
Fluorimetrie
 
1.4.1.8
Luminometrie
 
1.4.1.9
Analysenverfahren unter Anwendung von Isotopen
 
1.4.1.10
Fluoreszenzpolarisationsassay
 
1.4.1.11
Chemische Verfahren
 
1.4.1.12
Osmometrie
 
1.4.1.13
Immunchemische Verfahren: Grundprinzipien (kompetitiver Test, Sandwich-Assay, homologe Tests), Enzymimmunoassay (ELISA, homologe Tests), Radioimmunoassay (IRMA, kompetitive Tests), Lumineszenzimmunoassay, Fluoreszenzimmunoassay, Radiale Immundiffusion, Überanderungselektrophorese und -fixation, Agglutinationsreaktionen
 
1.4.1.14
Proteinbindungsanalysen (Rezeptoranalytik)
 
1.4.1.15
Enzymologische Aktivitäts- und Substratbestimmungsverfahren
 
1.4.1.16
Messungen in löslichen Systemen, Messungen mit Hilfe von Tr ägermaterialien
 
1.4.1.17
DNA/RNA-Analytik (Hybridisierungstechniken, Blottingtechniken, Dot-Blot-Verfahren, Polymerase-Kettenreaktion)
 
1.4.1.18
Clotting-Methoden (Erfassung des Gerinnungseintritts)
 
1.4.1.19
Thrombelastographie und Thrombozytenfunktionstests
  1.4.1.20 Cytochemie und Typisierung von Blutzellen
  1.4.1.21 Mikroskopische Analyse von Formelementen
  1.4.1.22 Zell- und andere Teilchenzählverfahren, Durchflußzytometrie
1.4.2
Auswahl von Methoden und Analysengeräten
1.4.3
Evaluation von Methoden und Analysengeräten (Präzision, Richtigkeit, analytische Spezifit ät, Nachweisgrenzen und Meßbereich)
1.4.4
Diagnostischer Vorhersagewert klinisch-chemischer Analysenverfahren (Entscheidungsbereich, diagnostische Empfindlichkeit und diagnostische Spezifität)

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1.5 Der klinisch-chemische Befund

1.5.1
Analytische Beurteilung von Analysenergebnissen
  1.5.1.1 Präzision und Richtigkeit
  1.5.1.2 Interpretation der aktuellen Daten der internen und externen Qualitätskontrolle
  1.5.1.3 Spezifität und Nachweisgrenzen der angewandten Analysenverfahren
  1.5.1.4 Bewertung von Störfaktoren
  1.5.1.5 Gerätetypische Störungen und Meßfehler
1.5.2
Einzelfallbezogene medizinische Beurteilung von Untersuchungsergebnissen
  1.5.2.1 Plausibilitätsbeurteilung (Extremwertkontrolle, Trendkontrolle, Konstellationskontrolle)
  1.5.2.2 Berücksichtigung von Einflußgrößen
  1.5.2.3 Transversalbeurteilung (Referenzbereiche)
  1.5.2.4 Longitudinalbeurteilung, Krankheitsverlauf, Therapiekontrolle
  1.5.2.5 Erkennung krankheitstypischer Befundkombinationen
  1.5.2.6 Erkennung der Vitalgefährdung
  1.5.2.7 Zuordnung zu klinischen Fragestellungen
  1.5.2.8 Veranlassung notwendiger weiterführender Untersuchungen

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1.6 Beratende oder konsiliarische Tätigkeiten in der Krankenversorgung (Diagnostik, Therapieüberwachung)


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1.7 Labororganisation

1.7.1
Arbeitsablauf (Routinebereich, Akutlaborbereich: Materialnahme, Probenvorbereitung und -fluß, Dokumentation, Validation, Befundpräsentation)
1.7.2
Externe und interne Qualitätskontrolle
1.7.3
Datenerfassung und -verarbeitung
1.7.4
Laborplanung (Methoden- und Geräteauswahl, Personaleinsatz und -bedarfsermittlung, Leistungserfassung)
1.7.5
Etat (Kosten-Nutzen-Analyse)
1.7.6
Gesetzliche Vorschriften, Sicherheit im Laboratorium: Gesetze, Richtlinien und Empfehlungen zur Arbeit im klinisch-chemischen Laboratorium, insbesondere Unfallverhütungs- und Hygienevorschriften, Gefahrstoffverordnung, Medizinische Geräteverordnung, Eichordnung und Qualitätssicherung, Ausbildungsordnungen, MTA-Gesetz, arbeitsrechtliche Bestimmungen, Mutterschaftsvorsorge und Berufskrankheiten, Strahlenschutzverordnung

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