Weiterbildung zur Klinischen Chemikerin/zum Klinischen Chemiker

Frequently Asked Questions

Die Klinische Chemikerin/der Klinische Chemiker muss die Befähigung zur Ausführung der klinisch-chemischen Untersuchungen zur Früherkennung, Diagnostik und Therapiekontrolle von Krankheiten besitzen und den Bezug zwischen den Ergebnissen klinisch-chemischer sowie pathobiochemischer Untersuchungen und medizinischen Fragestellungen herstellen können. Sie/er unterliegt in der Ausübung dieser Tätigkeiten den Normen der ärztlichen Berufsordnung.

Die Grundlage für die in der Ausbildung zur Klinischen Chemikerin/zum Klinischen Chemiker zur vermittelnden Inhalte ist der Gegenstandskatalog. Der Gegenstandskatalog in seiner jeweils aktuellsten Fassung ist auch Grundlage der Prüfung zur Anerkennung als Klinische Chemikerin/Klinischer Chemiker.
Die Erteilung der Anerkennung als Klinische Chemikerin/Klinischer Chemiker erfolgt gemäß § 11 der Satzung der DGKL durch die Weiterbildungskommission. Einzelheiten sind in den

Bei Fragen bzgl. der Weiterbildung wenden Sie sich bitte an die DGKL Geschäftsstelle oder Mitglieder der Weiterbildungskommission.

 

Wer kann die Ausbildung zur Klinischen Chemikerin/zum Klinischen Chemiker machen?

Die Weiterbildung zur Klinischen Chemikerin/zum Klinischen Chemiker erfordert eine Hochschulausbildung in einem der folgenden Studiengänge:

  • Medizin (mit ärztlicher Approbation)
  • Chemie (Diplom-Chemie oder Master of Science an einer Hochschule der Bundesrepublik Deutschland)
  • Biochemie (Diplom-Biochemie oder Master of Science an einer Hochschule der Bundesrepublik Deutschland)
  • Biologie (Diplom-Biologie oder Master of Science an einer Hochschule der Bundesrepublik Deutschland)

Absolventen anderer naturwissenschaftlicher Studiengänge mit dem Abschluss Diplom (Universität) oder Master of Science (o.ä.B.) werden zur Weiterbildung zum Klinischen Chemiker zugelassen, wenn sie basierend auf den Rahmenvorgaben der KMK zum Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen Leistungsnachweise vorlegen (Diploma supplements), die in ihrem Umfang den Leistungsnachweisen (300 Leistungspunkte) entsprechen, die für die oben aufgeführten Studienabschlüsse notwendig sind.

Bewerberinnen/Bewerber, die ihre Hochschulausbildung außerhalb Deutschlands absovlert haben, können die Weiterbildung aufnehmen, wenn die Gleichwertigkeit der Abschlussexamina mit den oben genannten Eingangsstudiengängen innerhalb Deutschlands auf Grund einer Stellungnahme der "Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen der ständigen Konferenz der Kultusminister der Deutschen Bundeslän- der" nachgewiesen ist.

 

Wie lange dauert die Ausbildung und wo kann ich sie machen?

Die Ausbildung dauert fünf Jahre. Davon müssen mindestens vier Jahre in einem der Krankenversorgung dienenden klinisch-chemischen Laboratorium, das unter der Leitung einer zu Weiterbildung ermächtigten Klinischen Chemikerin/eines Klinischen Chemikers steht, abge- leistet werden.

Auf Antrag kann ein Jahr in einem der Krankenversorgung dienenden Laboratorium (z.B. Endokrinologie, Hämostaseologie, Immunologie), das nicht unter Leitung einer/eines zur Weiterbildung ermächtigten Klinischen Chemikerin/eines Klinischen Chemikers steht, angerechnet werden.

Eine aktuelle Liste der Weiterbilder für den Klinischen Chemiker finden Sie hier.

Bei entsprechende Nachweis können auch Weiterbildungszeiten außerhalb Deutschlands anerkannt werden.

Eine wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der Analytischen Chemie und der Biochemie kann bis zu einem Jahr angerechnet werden.

 

Wie werde ich Klinische Chemikerin/Klinischer Chemiker?

Die Ausbildung beginnt mit der Registrierung. Bei der Registrierung wird geprüft, ob die Voraussetzungen vorliegen, um eine Weiterbildung zum Klinischen Chemiker zu machen. Gleichzeitig wird geprüft, ob bereits abgeleistete Weiterbildungszeiten anerkannt werden können und wie lange somit die Weiterbildung noch dauert.
Bitte füllen Sie hierfür folgendes Online-Formular aus:

-> Antrag auf Registrierung

 

Ist die Weiterbildungszeit vollendet, kann der Antrag auf Zulassung zur Anerkennungsprüfung beantragt werden. Die Anmeldung muss spätestens 3 Monate vor dem angestrebten Prüfungstermin erfolgen.

-> Antrag auf Zulassung zur Prüfung

 Dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Zeugnisse über Art und Umfang der Weiterbildung bzw. weitere Zeugnisse über die Berufstätigkeit
  • Bescheinigungen über die Teilnahme an Repetitorien, Kursen und Tagungen der DGKL
  • Ein Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werdegang und Publikationsverzeichnis

Die Themenvorschläge des Referats sind im Antrag auf Zulassung zur Prüfung zu vermerken. Die Weiterbildungskommission entscheidet über die Zulassung zur Prüfung. Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird die Weiterzubildende/der Weiterzubildende zum nächsten Prüfungstermin eingeladen und gleichzeitig aufgefordert die Prüfungsgebühr in Höhe von 100 €Euro zu entrichten.

Spätestens 4 Wochen vor dem Prüfungstermin wird den Prüfungskandidatinnen/Prüfungskandidaten Ort und Zeitpunkt der Prüfung sowie das Thema, über das referiert werden soll, bekannt gegeben.
Wird dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung nicht zugestimmt, so wird dies der Antragstellerin/dem Antragsteller schriftlich mitgeteilt. Einsprüche gegen diesen Bescheid sind an den Vorsitzenden der Weiterbildungskommission zu richten.

Die Prüfungskommission besteht aus vier Mitgliedern, die nach dem 10 minütigem Referat und anschließender Diskussion, die Kenntnisse der Prüfungskandidatinnen/Prüfungskandidaten auf der Grundlage des jeweils gültigen Gegenstandskatalogs prüfen. Die Prüfung dauert insgesamt maximal 90 Minuten.

Nach bestandener Abschlussprüfung verleiht die Weiterbildungskommission im Auftrage des Präsidenten die Anerkennung als Klinische Chemikerin/Klinischer Chemiker. Die Bewerberin/Bewerber erhält innerhalb von vier Wochen nach bestandener Prüfung eine Urkunde, in der die Anerkennung als Klinische Chemikerin/Klinischer Chemiker durch die DGKL bescheinigt wird.

Bei Nichtbestehen kann die Prüfung frühestens nach 6 Monaten wiederholt werden.

 

Wie bekomme ich die Ermächtigung zur Ausbildung Klinischer Chemikerinnen/Klinischer Chemiker?

Die Weiterbildungskommission erteilt auf Antrag die Befugnis zur Weiterbildung. Die Erteilung der Befugnis ist möglich, wenn die Antragstellerin/der Antragsteller folgende Voraussetzungen erfüllt:

  • Anerkennung als Klinische Chemikerin/Klinischer Chemiker
  • Mitgliedschaft in der DGKL
  • In der Leitung eines klinisch-chemischen Laboratoriumsmedizin, das der allgemeinen Krankenversorung dient.

Der Antrag auf Erteilung der Weiterbildungsermächtigung ist, wenn möglich in eingescannter Form, an die DGKL Geschäftsstelle zu richten.

-> Antrag auf Erteilung der Weiterbildungsermächtigung

Die Weiterbildungsskommission führt eine Begehung der Weiterbildungsstätte durch und erteilt entsprechend der Struktur und der Ausstattung der Weiterbildungsstätte der Antragstellerin/dem Antragsteller eine Ermächtigung zur Weiterbildung. Falls nicht alle Abschnitte des Faches in der Weiterbildungsstätte vertreten sind, kann die Weiterbildungsermächtigung auch eingeschränkt werden.

Bei Weiterbilderinnen/Weiterbildern, deren Weiterbildungsstätten entsprechend früherer Richtlinien begangen wurden, kann auf die Begehung verzichtet und die Ermächtigung auf Basis des ausgefüllten Antrags auf Erteiligung der Weiterbildungsermächtigung ausgesprochen werden.

 

Wie werde ich European Specialist in Laboratory Medicine?

Die näheren Einzelheiten entnehmen Sie bitte der folgende Seite:

European Specialist in Laboratory Medicine (EurSpLM)

 


Kontakt: DGKL Geschäftsstelle