Geschichte der DGKL

 

Die Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin e.V. (DGKL) ist im Jahre 2003, nach einer 12-jährigen Annäherungs- und Verschmelzungsphase, durch die Fusion der beiden medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften DGKC (Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie) und DGLM (Deutsche Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin) entstanden. Am 08. Mai 2003 erfolgte die Eintragung der neuen Vereinten Gesellschaft, rückwirkend zum 01. Juli 2002, in das Vereinsregister der Stadt Frankfurt am Main.

Der Gründungsvorstand setzte sich paritätisch aus Mitgliedern der Altvorstände von DGKC und DGLM zusammen.

Die erste Herausforderung des neuen DGKL-Präsidiums, bestehend aus dem Präsidenten Prof. Michael Oellerich (vorher DGLM), dem Vize-Präsidenten Prof. Knut Kleesiek (vorher DGKC), dem Schriftführer Prof. Wolfgang Vogt (vorher DGLM), dem Schatzmeister Prof. Heinrich Patscheke (vorher DGKC) und den weiteren Präsidiumsmitgliedern Prof. Ingolf Schimke (vorher DGKC) und Prof. Utz Merten (vorher DGLM) war die faktische Fusion beider Fachgesellschaften und die Schaffung einer "Corporate Identity" als Basis eines einheitlichen Erscheinungsbildes der Vereinten Fachgesellschaft nach innen und außen.

Praktisch bedeutete dies u.a. die Kreation eines neuen Logos, die Zusammenführung der Kongresse und Preise sowie die Weiterführung des Referenzinstituts für Bioanalytik (RfB) als etablierte und von der Bundesärztekammer bestellte Ringversuchsorganisation.

Ziel der Verschmelzung beider Fachgesellschaften war ein starkes einheitliches Auftreten und die Vermeidung von Redundanzen und gegenseitiger Inhibierung in nationalen und internationalen Gremien sowie bei Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Behörden, Kammern, Verbänden und Universitäten.

Die gemeinsamen Ziele, wie z.B. die institutionelle Verankerung der Klinischen Chemie und Laboratoriumsmedizin als wissenschaftliches Fach und der Erhalt der Lehrstühle an den Universitäten konnten nur so wirklich zielführend weiter verfolgt werden.

Als jüngste Beispiele der erfolgreichen Arbeit der DGKL seien hier stellvertretend der Erhalt des Lehrstuhls am Institut für Klinische Chemie der Medizinischen Hochschule Hannover durch Einrichtung einer Stiftungsprofessur und die Erarbeitung des Entwurfs für die Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen durch die DGKL-Arbeitsgruppe "Qualitative Laboratoriumsanalysen" erwähnt.

Durch die Bündelung der Kompetenzen und Ressourcen ist die neue vereinte Fachgesellschaft bestens für die Zukunft gerüstet und bereit, das Fachgebiet Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin – auch in schwierigen Zeiten – erfolgreich weiterzuentwickeln.


Literatur

Kruse-Jarres, J.D.: Verschmelzung bedeutet Energie-Erzeugung - Zur Fusion von Klinischer Chemie und Laboratoriumsmedizin; Klinische Chemie Mitteilungen 2004; 35 (5) S. 83-88

Schimke, I., Meißner, D. und Hoffmann, H.: Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin der DDR; Klinische Chemie Mitteilungen 2004; 35 (5) S. 107-111

Merten, U.P. und Merten, M.L.: Laboratoriumsmedizin - Basis aller Diagnostik, Geschichte der Laboratoriumsmedizin und ihrer Gesellschaften in Deutschland; Frieling-Verlag Berlin, ISBN 978-3-8280-2402-5, 1. Auflage 2006

v.l.n.r.: Prof. I. Schimke, Prof. U. Merten, Prof. W. Vogt, Prof. K. Kleesiek, Prof. M. Oellerich, Prof. H. Patscheke